Steine und Erden
Es kommt drauf an, was man draus macht

Herstellung

Die grundlegenden Bedingungen für die Herstellung von Beton sind in der europäischen Norm DIN EN 206-1 und dem ergänzenden nationalen Anwendungsdokument der DIN 1045-2 festgelegt.

 

Verhältnis der Ausgangsstoffe

Am Ort der Herstellung, im Falle von Transportbeton in der Betonmischanlage, muss eine dokumentierte Mischanweisung vorhanden sein, die alle Einzelheiten über Art und Menge der Ausgangsstoffe enthält.

Zemente, Gesteinskörnungen und pulverförmige Zusatzstoffe werden nach Masse dosiert, Zugabewasser, leichte Gesteinskörnungen, Zusatzmittel und flüssige Zusatzstoffe können nach Masse oder Volumen dosiert werden. Die Dosierung der Ausgangsstoffe erfolgt i.d.R. computergesteuert. Abweichungen in den Eigenschaften der Ausgangsstoffe müssen während des Programmablaufs korrigiert werden. Vor allem die Oberflächenfeuchte der Gesteinskörnung spielt eine maßgebliche Rolle bei der Bestimmung des erforderlichen Zugabewassers. Das Verhältnis von wirksamem Wasser- zum Zementgehalt, der sogenannte Wasserzementwert, muss innerhalb des vorgegebenen Rahmens eingehalten werden. Der Wasserzementwert ist das zentrale Qualitätsmerkmal für fast alle Betoneigenschaften, die im Festbeton gefordert sind.

Bedeutung des Mischens

Der Mischvorgang muss eine vollständige Durchmischung und eine gleichmäßige Verteilung aller Betonkomponenten gewährleisten. Dies kann nach Norm nur in einem mechanischen Mischer erfolgen. Als Mindestmischzeit für Normalbeton gelten 30 Sekunden.

Ständige Produktionskontrolle

Um die Konformität, also die Übereinstimmung mit den definierten Festlegungen und Anforderungen zu gewährleisten, müssen die Ausgangsstoffe, die Ausrüstung, die Herstellung und der Beton ständig überwacht werden.

Die Produktionskontrolle hat dabei die Aufgabe, dass wesentliche Änderungen, die die Eigenschaften beeinflussen, aufgedeckt und angemessene Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Die Betonnormen DIN EN 206-1/DIN 1045-2 legen Anforderungen an die Produktionskontrolle fest, die innerhalb der werkseigenen Produktionskontrolle sowie im Rahmen der zweimal jährlich stattfindenden Fremdüberwachung einzuhalten sind.

Vorteile der werksseitigen Betonherstellung

Die Herstellung von Ortbeton als Transportbeton ist eine besonders wirtschaftliche und qualitätsgarantierende Art der Betonherstellung. Der hohe Geräteeinsatz und die damit verbundene, weitgehende Automatisierung ermöglichen die Produktion einer Vielzahl von Varianten in gleichmäßiger Qualität. Dabei können neueste Entwicklungen auf dem Gebiete der Betontechnologie in einer werkmäßigen Herstellung zielsicher garantiert und hergestellt werden.

Verantwortlichkeiten im Produktions- und Verarbeitungsprozess

Die Verantwortung für die Eigenschaften des Endproduktes Festbeton im Bauwerk liegt nicht in einer Hand. Für die Herstellung bis zur Übergabe auf der Baustelle zeichnet das Transportbetonwerk und ggfs. der Transporteur verantwortlich, für die Verarbeitung auf der Baustelle ist das ausführende Bauunternehmen zuständig. Die Schnittstelle der beiden Verantwortungsbereiche wird durch Identitäts- Abnahme- und Kontrollprüfungen abgesichert.